Auf der suche nach dem Hornschröter

 

 

 

Sie sind bis zu 9 Zentimeter groß und damit die größten Käfer in Mitteleuropa. Hirschkäfer (Lucanus cervus) werden auf der bundesweiten Liste als stark gefährdet geführt.  Nur die Männchen haben die gewaltig großen imponierenden Geweihe. Jedoch sollte man die Kraft der kleinen Zange des Weibchens nicht unterschätzen, wie ich am eigenen Finger schmerzhaft spüren durfte.

Nach dem ich im Sommer 2018 nur weibliche Tiere aufgefunden habe, sollte es mir dieses Jahr gelingen einen männlichen Hirschkäfer mit seinem großen Geweih vor die Linse zu bekommen.  Anfang Juni bei hochsommerlichen Temperaturen habe ich am Winkler Waldrand die ersten Hirschkäfer im Flug beobachten können. Bei Eintritt der Dämmerung kamen sie in ihrem typischen schwerfälligem Flug angeflogen. Meist in einer Höhe von 4 bis 8 Meter über unsere Köpfe hinweg. Erst am dritten Abend gelang es uns ein Hirschkäfer-Männchen für ein Foto einzufangen um es kurz darauf wieder in die Freiheit zu entlassen.

Vogelkinder Frühjahr 2019

Turmfalke (Falco tinnunculus)

Wanderfalke(Falco peregrinus)

Star

Waldkauz (Strix aluco)

Singdrossel (Turdus philomelos)

Graureiher

"Von den RHEINAUEN bis zum Winkler BERGWALD"

 

- eine Live-Präsentation mit Bildern, Tierstimmen und Kommentaren der Naturfotografen Rainer Deible und Otmar Schmitt.

Am 13. April 2019 um 19  Uhr, im Naturfreundehaus Michelbach

 

Beide haben ein gemeinsames Anliegen, nämlich in Bild und Wort das Interesse für zwei sehr unterschiedliche, geografisch gar nicht weit auseinanderliegende landschaftliche Kleinode zu wecken: die Rheinauen und den Winkler Bergwald. Leidenschaft und Hingabe sind Voraussetzungen für das Entstehen der gezeigten Bilder: Naturfotografie erfordert akribische Planung sowie viel Geduld beim Warten auf den richtigen Augenblick. Dafür sieht man an diesem Abend Bilder die bei einem einfachen Spaziergang kaum zu entdecken sind.

 

Der erste Teil des Vortrages beschäftigt sich mit den Rheinauen zwischen Iffezheim und Rheinstetten. Rainer Deible, der bereits viele Vorträge über diese wasserreiche und von der Natur üppig ausgestattete Landschaft gehalten hat, präsentiert uns mit kenntnisreichem Blick ein artenreiches Refugium für Pflanzen und Tiere, das in Deutschland großen Seltenheitswert hat. Die Auen werden von einem unserer farblich attraktivsten Vögel bewohnt, dem Eisvogel. Ebenso leben hier viele spezialisierte Insekten von den Libellen bis zu manch seltener Falterart.

 

Einen ganz anderen Landschaftscharakter vermitteln uns die Fotografien von Otmar Schmitt im zweiten Teil des Programms. Thema wird das Landschaftsschutzgebiet Winkler Vorbergzone mit den angrenzenden Waldgebieten am Fuße des Eichelberges sein. Die fotografische Reise beginnt in einer außergewöhnlich artenreichen Kulturlandschaft, den Streuobstwiesen. Dann geht es über die leicht ansteigende, bewaldete, holzwirtschaftlich genutzte Übergangszone bis zum Bannwald Birkenkopf, in dem nicht mehr gerodet werden darf.

 

Besonders eindrucksvolle Bilder sind im Reich des Schwarzspechts entstanden, denn hier im Bergwald ist der größte in Europa lebende Specht mit seinen verwandten „Trommlern und Holzhackern“ zuhause. Auch leben in der Übergangszone der kleinste Singvogel Europas – das Wintergoldhähnchen – und der größte Singvogel der Welt – der Kolkrabe. Dessen „Stimme“ mag unserem Ohr nicht immer schmeicheln, aber er ist ein sehr intelligenter und anpassungsfähiger Vogel, der lange Zeit zu Unrecht verfolgt wurde und fast ausgerottet war.

 

Beide an diesem Abend präsentierte Lebensräume, Auenlandschaft und Vorbergzone, bieten sehr unterschiedliche Habitate für viele Tiere und Pflanzen. Auch wir Menschen profitieren von diesen Landschaften und es gibt zahlreiche Gründe sie zu schützen und zu erhalten. In diesem Sinne sind die Bilder von Rainer Deible und Otmar Schmitt als eindeutiger Apell zu verstehen.

 

 


"Sommervögel" 2018

Kaisermantel

Kleiner Perlmuttfalter

Russischer Bär


Gartenvögel vor der Linse

Buntspecht

Stieglitz


Vorbergzone Winkel und Bad Rotenfels – Ulrich Reukauf

Der Vortrag stellt die  Vorbergzone Winkel und Bad Rotenfels als Kulturland vor. Er tut dies in verschiedenen Perspektiven, beginnend mit der Betrachtung von Gestalt- und Formbildung (Landschaftsmorphologie) und dem Erleben der Schönheit einer Landschaft, die Vielfalt und einige Eigenheit zu bieten hat.

Die Reise durch die Vorbergzone nimmt ihren Ausgang bei den Hochgestaden der Rheinebene und führt an die Ränder des Schwarzwaldes. Im engeren Sinne umfasst das Thema den Geländestreifen zwischen Gaggenau und Malsch.

Zunächst geht es um die geologische Entstehungsgeschichte des Rheingrabens, der einst infolge geologischer Verwerfungen einbrach und dabei die Randgebirge auffaltete, also nach oben drückte – ein Prozess, der bis heute nicht abgeschlossen ist. Das eigentliche Relief der Vorbergzone wurde durch Lößablagerungen gebildet, bis schließlich der Mensch aus wirtschaftlichen Erwägungen gestalterisch eingriff und der Landschaft ihr heutiges Gesicht gab. Natürlich spielt das Klima eine Rolle, denn es hat, weil es den Wuchs wärme- und feuchtigkeitsliebender Pflanzen fördert, einen Einfluss auf die Flora und Fauna sowie die landwirtschaftliche Nutzung durch den Menschen.

Die Witterung insgesamt ist mild und feucht, aber gibt es auch lokale Wetterphänomene, die unabhängig von der jeweiligen Großwetterlage ihr eigenes Spiel treiben. Mal wird die Vorbergzone von der Sonne verwöhnt, dann wieder schiebt sich eine Hochnebeldecke über die Gegend, und die Sonne lässt sich wochenlang nicht blicken, während sie nicht weit entfernt scheint. Oft ist die Gegend nördlich von Rastatt trocken, während es an den Hängen des Schwarzwaldes regnet. Die Vorbergzone sitzt also sozusagen klimatisch zwischen den Stühlen.

Die Besiedlung unserer Gegend erfolgte von der Rheinseite her. Die Hochgestade entlang der Ufer sind Altsiedelland. Von hier aus bildete sich eine Nord-Süd-Achse der wirtschaftlichen Entwicklung: Städte und Gemeinden reihen sich wie an einer Perlenkette auf.

Die lokale Historie ist geprägt von Friedenszeiten und Kriegen und wie so oft, erwiesen sich Letztere als Väter einiger kultureller Entwicklungsschübe, die von den jeweiligen Besatzern angestoßen wurden.

Die Sozioökonomie, wie sie sich in den letzten Jahrhunderten entwickelt hat, ist Folge nicht zuletzt der Real-Erbteilung, die sich in einem Landschaftsbild mit vielen kleinen Parzellen noch heute zeigt und die für eine besondere Mischung aus Landwirtschaft, Handwerk und Industrie mitverantwortlich ist.

Letztendlich ist es ja der wirtschaftende Mensch, der diese Landschaft in ihrer jetzigen Form geprägt hat und über Erhalt oder Verfall entscheidet. In einem kleinen Einschub wird auf den letzten Sauhirten hingewiesen, sein Schicksal ist das eines Menschen, der seine Existenz in den 1920er Jahren auf dem schmalen Grat zwischen einer alten und einer neuen Zeit führte und der letzte seiner Art in Rotenfels war.

Die Betrachtung der näheren Umgebung beginnt mit den Hohlwegen, dem Itterbachtal und dem Festungssteinbruch, einem besonderen Habitat für Pflanzen und Tiere, und endet in einer umfangreichen reich bebilderten Beschreibung der Pflanzen- und Tierwelt. Besonders hervorgehoben wird der Schwarzspecht, der als Waldvogel ein häufiger Gast in den Streuobstwiesen ist und hier anscheinden das Sowohl-als-auch sucht, denn die Vorbergzone ist weder Bergland noch Ebene, sie ist etwas ganz Eigenes dazwischen.

Zuletzt wird nach dem Ist-Zustand der Vorbergzone und nach möglichen Entwicklungen gefragt. Im Anschluss an den Vortrag sind Beiträge von Zuhörern und Diskussionen erwünscht.


Im Reich des Schwarzspechtes-Broschüre


Frühlingszeit-Balzzeit

Jetzt im Frühling ist das Rufen und Trommeln der Spechte im Wald und auf den Streuobstwiesen immer ein ganz besonderes Erlebnis. Außer dem  Gesang verfügen die Spechte noch über instrumentale Signale, die wegen ihrer großen Reichweite gerade im dichten Wald von großer Bedeutung sind: Einzigartig und für sie besonders typisch ist ihr Trommeln, Klopfen und Rufe. Es dient der Reviermarkung, dem Rivalenstreit, dem Höhlenzeigen, als Anwesenheitsruf. Das „Lachen“ des Grünspechtes und das Trommeln des Buntspechtes ist eine der bekanntesten Frühlingsankündigungen aus der Vogelwelt.

Beim Schwarzspecht ist die Balz ebenfalls sehr eindrücklich und klangvoll. Die melodische Rufreihe „kwih-kwih-kwih-kwihk“ und kräftige Trommel-wirbel sind  Zeichen der Balzstimmung. Bei den Winkler Schwarzspechten werden die nächsten Tage zeigen ob es zu einer Brut kommt. Das Männchen gibt sich alle Mühe um das Weibchen in die zukünftige Bruthöhle zu locken. Im Moment jedoch wird die Zuneigung nicht erwidert.


Kurzes Winterintermezzo 2015/2016

Deutlich zu warm" urteilten die Meteorologen über die vergangenen Wochen und Monate. Statt Schnee satt gab es in unsere Region bisher nur den "Eine-Woche-Winter". Der Trend könnte anhalten: Die Wetterexperten rechnen auch für den meteorologischen Frühlingsanfang am 1. März mit warmen Temperaturen.


Herbst im Winkler Schwarzspechtrevier

Jetzt wo der Herbst dem Ende entgegen geht sind viele Vögel auf dem Weg in Richtung Süden. Einige haben uns schon vor Wochen verlassen. Nicht so die Spechte die äußerst Standorttreu sind und auch im Winter sich in ihren Revieren aufhalten.
Im Winkler Schwarzspechtrevier kann man kurz vor Einbruch der Dunkelheit die Schwarzspechte beim aufsuchen der Schlafhöhle beobachten. Meist geht das ziemlich lautlos von statten. Bei meinen Aufnahmen hatte ich jedoch das Glück, dass der Flugruf die Rotkäppchen ankündigte. In der Regel trifft das Männchen als erster an seiner Schlafhöhle ein.
In Abwesenheit der schwarzgefiederten Freunde schauen sich andere Spechtarten und Kleiber gerne den geräumigen Schlafplatz an.
Insbesondere zeigt sich immer wieder der Grünspecht beim begutachten der Schlafhöhle.


Neue DVD von dem Naturfilmer Clemens Keck

Der Wald im Wandel der Jahreszeiten Teil 3

 

NEU*NEU*NEU*NEU*NEU*NEU*NEU*NEU

Dies ist der dritte und somit auch der letzte Teil aus der Reihe  „ Der Wald im Wandel der Jahreszeiten“ .

Der Film fasst fast alle Bewohner unserer Wälder zusammen. Extrem seltene und scheue Arten wie Schwarzstorch, Auerhahn oder Wiedehopf sind zu sehen. Aber auch das Rot-Reh und Schwarzwild findet seine Bedeutung im Film. Neu ist die Vorstellung der Zimmermänner des Waldes vom Schwarzspecht bis zum Mittelspecht.

Clemens hat beim diesjährigen Naturfilmfestival in Darß beim CAMäleon Jugendfilmpreis der Heinz Sielmann Stiftung  mit seinem Film  Leben im Bannwald - Der Schwarzspecht  den 1. Platz belegt.
 



https://www.youtube.com/watch?v=4PDZCO4lllI


Schwarzspecht auf Nahrungssuche

Da klopft doch ein Specht!

Letzte Woche bereits konnte ich einige Spechte beobachten die an einer Lärche die vom Lärchenborkenkäfer befallen ist auf Futtersuche waren. Große Rindenstücke wurden durch heftige Schnabelhiebe abgeschlagen und segelten durch die Lüfte auf den Boden. An der Aktion beteiligt der größte heimische Specht- der Schwarzspecht.

Heute nun konnte ich ihn auf frischer Tat ertappen. Mehr als 20 Minuten machte er sich am Baum zu schaffen...

...dabei hatte er zeitweise Gesellschaft von einem Buntspecht. Ohne Futterneid gingen die beiden Spechte auf engstem Raum ihrer Beschäftigung nach, der suche nach dem Lärchenborkenkäfer..

Am Fuß der Lärche:

Die Spechte leisten ganze Arbeit. Berge von Rindenstücken haben sich am Baumstamm angesammelt. Auffällig ist, dass im unteren Bereich die Rinde noch vorhanden ist. Hier ist es wohl den Holzhackern zu gefährlich. Leicht wären sie im ungeschützten Bereich eine schnelle Beute für Greifvögel.


Jungfüchse in Winkel

Dieser Tage sind mir immer wieder junge Füchse auf den Winkler Wiesen vor die Nase gelaufen. Ich hatte in der Vergangenheit schon einige besondere Momente mit jungen Füchsen beobachten dürfen.

Bei meinen letzten Streifzügen traute ich aber meinen Augen nicht. Da lag auf der gegenüber liegenden Talseite doch etwas im Gras was wie ein Fell aussieht. Keine Ahnung was das ist, denn es bewegte sich nichts.

Nach kurzer Zeit wurde mir klar, das muss ein junger Fuchs sein der eingeschlafen ist. Ich überlegte nicht lange und eilte nach Hause um die Kamera zu holen. Nach 15 Minuten bin ich zurück. Ja tatsächlich er liegt immer noch und schläft selig. Jetzt hätte ich gerne ein Foto in voller Lebensgröße, aber was soll ich tun damit dieser Bursche wach wird?

Ich gebe laute Geräusche von mir. Nichts zu machen, er spitz ab und zu die Ohren aber keine Spur von aufwachen. Die Augen fallen immer wieder zu und er träumt seinen Winkler Fuchstraum weiter. Ich stehe auf und laufe zur Seite, mache Geräusche. Jetzt bemerkt er mich und wird plötzlich hell wach. Schneller als ich schauen bzw. fotografieren kann verschwindet er im Dornengestrüpp.


...er schläft und schläft

Am nächsten morgen bei stark bewölktem Himmel begebe ich mich auf die suche nach jungen Füchsen. In dem Bereich wo ich sie vermutet habe treffe ich doch tatsächlich 4 Junge Füchse an die voller Lebensfreude herumtollen. Dabei auch der mein "Schlaffüchschen".

15 Minuten kann ich das Schauspiel beobachten und dabei auch feststellen, dass der Langschläfer im Vergleich mit den anderen Spielkameraden

erheblich kleingewachsen ist und beim fangen spielen das nachsehen hat.


 Liliental, Badberg, Winkelberg und Co

Im Bezug auf Flora und Fauna hat der Kaiserstuhl einiges zu bieten.

Tiere wie die Smaragdeidechse,  Schmetterlingshaft oder der selten schöne Bienenfresser  und der rar gewordene Wiedehopf finden im Kaiserstuhl ihren bevorzugten Lebensraum.

Die Monate Mai und Juni sind für Orchideenliebhaber besonders interessant. An einigen Plätzen stehen verschiedene Arten dicht gedrängt und erfreuen Pflanzen- und Blumenliebhaber mit ihren Blütenständen.

Nicht nur geologisch ist der Ihringer Winkelberg  interessant, selbst die sonnenverwöhnten  Opuntien mit Ihren roten Früchten wachsen hier. Der Winklerberg  ist einer der wärmsten Orte in ganz Deutschland .


In Winkel sind die Kirschen reif


Eisvogel-Nachwuchs in den Rheinauen

22. Mai 2015

Tagelang haben mein Fotofreund Rainer Deible und ich die Bruthöhle der Eisvögel beobachtet. Am Freitag Vormittag waren dann fast unbemerkt die jungen Eisvögel aus der engen Erdhöhle ausgeflogen.


Rotkäppchen-Nachwuchs im Tiefental

22. Mai 2015

Die Winkler Schwarzspechte haben Anfang Mai plötzlich den Brutvorgang abgebrochen. Bei meinen Beobachtungen stellte ich immer wieder ein mir bisher unbekanntes Verhalten der beiden Schwarzspechte fest.

Dafür hat ein anderes Schwarzspechtpaar im Gaggenauer Wald dieser Tage den Nachwuchs groß gezogen. Das Foto zeigt ein junges Schwarzspechtweibchen das kurz vor dem  Ausflug lautstark aus der Bruthöhle ruft.


Neues von den Winkler "Rotkäppchen"

Archivfoto 2014
Archivfoto 2014

30. April 2015

aus meinen Beobachtungen bei den Schwarzspechten schließe ich, dass beide Spechte mit dem ausbrüten des Geleges beschäftigt sind.

Es finden regelmäßige Brutablösungen statt, die meistens ziemlich lautlos vollzogen werden.

Die Vögel möchten in dieser Phase trotz der gewaltigen Höhe (15 m) der Baumhöhle nicht auf sich aufmerksam machen.

Zwei bis drei Stunden betragen die Intervalle für die Brutablösungen.


Ganz in der Nähe brütet ebenfalls seit einigen Tagen ein anderes scheues Rotkäppchen -der Grünspecht.




Winkler Frühlingsimpressionen


Spessarter Spechtweg

Winkler Rotkäppchen, Schwarzspecht und Mittelspecht zieren den anlässlich des 750-jährigen Dorfjubiläums geschaffenen Spessarter Spechtweg.



Regenpfeifer (Charadriidae)

Kiebitz (Vanellus vanellus)

Der Kiebitz (Vanellus vanellus) ist zwar kein Rotkäppchen jedoch mit  seinem auffälligen Kopfschmuck ein lohnendes Fotomotiv. Er stammt aus der Familie der Regenpfeifer (Charadriidae), die zur Ordnung der Wat-, Möwen- und Alkenvögel gehört.

Insekten und deren Larven bilden die Hauptnahrung des auffälligen Vogels. Regenwürmer, Samen und Früchte von Wiesenpflanzen, sowie Getreidekörner sind weitere Bestandteile in seinem vielseitigen Nahrungsspektrum.

Zu sehen und zu hören ist der Kiebitz bei uns in der Oberrheinebene z.B. im NSG Bruchgraben beim Flugplatz Baden-Baden/Oos.

Flussregenpfeifer (Charadrius dubius)

Der ursprüngliche Lebensraum des Flussregenpfeifers waren die Schotterinseln und flachen Ufer unverbauter Flüsse. Heute kann er fast nur noch vom Menschen geschaffene "Ersatzbiotope" besiedeln: vegetationsfreie Kiesflächen, oder kaum bewachsene Rohböden, in Wassernähe bieten den Vögeln als Pionierbiotope zumindest zeitweilig geeignete Lebensräume. Gelegentlich sind Flussregenpfeifer aber auch an Rieselfeldern, Klärteichen, Überschwemmungsflächen und Großbaustellen anzutreffen.

Textnachweis: NABU


"Schwarzarbeiter"

17. April 2015

zu meiner Überraschung konnte ich heute feststellen, dass der Innenausbau der neuen Baumhöhle wohl doch noch nicht fertig gestellt ist. Die beiden schwarzgefiederten zimmerten ohne Unterbrechung im inneren der Baumhöhle.

Ich hatte durch die vorangegangen Beobachtungen vermutet, dass die Eiablage bereits erfolgt ist. Es gibt doch immer wieder Überraschungen in der Natur.

10. April 2015

Gestern ist es still geworden an der "Baustelle". Die Höhlenbauarbeiten sind wohl abgeschlossen, denn nun ist das Weibchen eingezogen.

Das Männchen hatte zuletzt den Innenausbau der neuen Höhle ver-richtet. Stolz schaut er aus luftiger Höhe die Umgebung an.

Ob es bald wieder junge "Rotkäppchen" gibt wird sich demnächst zeigen.


28. März 2015

Seit einigen Tagen wird im Winkler Wald kräftig gehämmert und gezimmert. Die beiden Schwarzspechte, Männchen und Weibchen, meißeln  in eine Rotbuche wohl eine neue Behausung. Was  von unten wie eine fertige Schwarzspechthöhle aussah, stellt sich nun jetzt bei meinen Beobachtungen heraus,  dass bisher nur der "Eingang" fertig war.

Da der Splint äußerst hart ist arbeitet der Schwarzspecht mit dem Faktor Zeit und Pilzbefall. Vorausschauend sucht sich er sich gezielt Rotbuchen aus die zum Höhlenbau geeignet sind.

Die Kriterien sind ein ausreichender Stammdurchmesser (40 cm), freier Anflug und gute Rundumsicht. Wenn dies alles gegeben ist wir gezielt ein Baum ausgewählt der Kernfäule aufweist. An diesem Baum werden Initiale eingemeißelt und über Jahre hinweg immer wieder bearbeitet.

Die folgenden Fotos belegen die Vorgehensweise des Schwarzspechtes beim anlegen von neuen Baumhöhlen.

Das 1. Foto entstand im Februar 2014. Der Aufnahmezeitpunkt von Foto 2 ist April 2015.


Vögel fotografieren im Winter

Die Wintermonate ist die beste Zeit um Buntspechte und Mittelspechte ganz nah vor die Linse zu bekommen.

Schon rechtzeig Ende Oktober hatte ich mir am Waldrand einen Tarn-unterstand  aus natürlichen Materialen gebaut. Die Vögel gewöhnen sich dann schnell daran. So bald die kalten Tage beginnen wird damit begonnen Vogelfutter auszulegen. Als erste Besucher  kamen Sumpfmeisen, Kleiber,  Kohl- und Blaumeise, aber schon bald darauf ließ sich der erste Buntspecht blicken. Meine Freude war besonders groß, als der erste Mittelspecht an meine Futterstelle kam.


Der Buntspecht (Dendrocopos Major),

ein Weibchen besuchte von den Spechten zuerst meine Futterstelle die ich  nahe dem Waldrand eingerichtet hatte. Einige Tage darauf kam dann ein Buntspecht-Männchen um sich an den ausgelegten Nüssen zu sättigen.

Unter den Spechten ist der etwa amselgroße Buntspecht der häufigste in Deutschland. Sein farbenfrohes schwarz-weiß-rotes Gefieder macht ihn zu einer auffälligen Erscheinung - wenn er nicht gerade versucht, sich auf der Rückseite eines Stammes unseren Blicken zu entziehen. 
Das Männchen ist an seinem roten Nackenfleck vom Weibchen recht leicht zu unterscheiden. Bei den Jungvögeln besitzen beide Geschlechter überraschenderweise zunächst einen komplett roten Scheitel. Dann ähneln sie dem nah verwandten Mittelspecht, der jedoch fast ausschließlich in Wäldern und Parks mit alten Eichen beheimatet ist.


Der Mittelspecht (Picoides medius),

ein sehr scheuer Specht ließ sich auch bald blicken. Es brauchte jedoch einige Zeit bis er seine Scheu etwas ablegen konnte und sich ablichten ließ. Vom Trommeln hält der Mittelspecht nicht allzu viel. Viel lieber lockt der Revierboss die Weibchen mit seinem typischen Quäken an: ein vier- bis achtmaliges quäk quäk quäk quäk. Ansonsten fällt der knapp buntspechtgroße Vogel durch seinen roten Scheitel auf, wobei das Rot am Kopf bei den Weibchen etwas kleiner und matter ist als bei den Männchen. Wichtig ist auch, dass der schwarze Bartstreif nicht wie beim Buntspecht bis zum Schnabel reicht. 


Der Grünspecht (Picus viridis),

Trotz seines auffälligen Lachens und farbenfrohen Gefieders ist der Grünspecht nicht leicht zu entdecken. Die rote Kappe und die schwarze Augenmaske bescherten ihm schon den liebevollen Spitznamen „Zorro“.

Er findet überall ein Zuhause, wo es alte Bäume zum Bau von Nisthöhlen und Grünland mit ausreichend Ameisen als Futter gibt. Mit seinem Schnabel und der bis zu zehn Zentimeter langen klebrigen Zunge kann er seine Leibspeise aus dem Boden oder aus den Bäumen herausholen. Zentrale Merkmale des Grünspechts sind sein freudiger Gesang und sein dynamisch, meist mehrsilbiger Ruf, der einem gellenden Lachen gleicht: „kjückkjückkjück“. Dieser ist zu jeder Jahreszeit zu hören. Zur Balzzeit baut der Grünspecht diesen Ruf zu einer langen Gesangsstrophe aus. Er ist nach dem Buntspecht und vor dem Schwarzspecht die zweithäufigste Spechtart Deutschlands. Aufmerksame Beobachter können ihn in halboffenen Waldlandschaften, Gärten und Parks oder auf Streuobstwiesen und Brachen finden – überall dort, wo Grünland mit alten Bäumen vorkommt.


Der Kleiber (Sitta europaea)

Der Kleiber fühlt sich im "Spechtwald" besonders wohl. Hier findet er ausreichend Nahrung und alte Spechthöhlen als Brutstätte.

Einzigartig in unserer heimischen Vogelwelt ist eine Eigenart des Kleibers, stammabwärts die Baumrinde nach Insekten und Spinnen absuchen zu können. Oft sieht man ihn auch an der Unterseite von Ästen entlang laufen. Seine starken Füße und Krallen helfen ihm dabei. Seinen Oberkörper hält er dabei meist dem Holz abgewendet. Der längliche, gerade Schnabel, den er als kräftigen Meißel einsetzen kann, um Insekten aus morschem Holz zu hacken, brachte ihm den Zweitnamen „Spechtmeise“ ein. Wie seine großen Vettern, die Spechte, kann er so auch im Winter Larven aus den Ritzen der Borke holen, ernährt sich in der kalten Jahreszeit aber auch von Eicheln, Bucheckern und Nüssen. Diese werden oft in Baumritzen geklemmt und dort aufgeklopft. Oftmals versteckt der Kleiber Nahrung in Rindenspalten, die er dann mit Moos und Flechten tarnt. So betreibt er eine effiziente Vorratshaltung.

Textnachweis: NABU